Höhentraining - Geschichte

Höhentraining - eine immer mehr beworbene und verbreitete Trainingsform welche vielleicht dennoch nicht so erforscht und/oder bekannt ist wie andere Trainingsformen.
Dabei fingen Trainer und Hochleistungssportler wohl schon vor 1968 an sich über das Training für eine optimale Leistungserbringung in großen Höhen Gedanken zu machen, schließlich fanden die olympischen Sommerspiele 1968 in Mexiko-Stadt statt, auf einer Höhe von um 2200m.
Während Kritiker zuvor von größten gesundheitlichen Problemen warnten, trat gerade in Disziplinen ohne größeren Ausdaueranteil das Gegenteil ein, es wurde eine Bestmarke nach der anderen aufgestellt.
Auch Leser die noch zu jung sind um sich wirklich zu erinnern haben wohl schon vom sogenannten Jahrhundertsprung des US Amerikaners Bob Beamon gehört, der damals unglaubliche 8,90m weit sprang. Es dauerte 23 Jahre bis diese Bestmarke wieder überwunden werden konnte!

In den Ausdauerbereichen kam es zwar nicht zu diesen Bestleistungen, aber es kam auch nicht zu den gefürchteten und angekündigten gesundheitlichen Problemen. Wie bei allen Extremausdauerwettbewerben gab es auch hier Sportler die ärztlich versorgt werden mussten, aber in Summe ergaben sich keine anderen Probleme als sonst auch im Hochleistungssport.

Spätestens seit diesem Moment begannen sich auch in Deutschland die Trainer und Sportwissenschaftler mit den Möglichkeiten des Höhentrainings auseinanderzusetzen, Vorreiter war sicher die ehemalige DDR mit der unterirdischen Trainingsanlage in Berlin Kienbaum. So sah Höhentraining ab 1979 in Deutschland aus (alle nachfolgenden Bilder sind von Ralf Roletschek / roletschek.de, Galerie gefunden auf Website von Wikepedia http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesleistungszentrum_Kienbaum - By © Ralf Roletschek - Fahrradtechnik und Fotografie (Own work) [GFDL or CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons - Ralf Roletschek / fahrradmonteur.de):







Alles in allem damals auf der Höhe der Zeit, aber man kann schon erkennen um was es ging, Leistung, Leistung und noch mal Leistung. Fraglich ob wir dich lieber Leser mit U-Boot ähnlichen Türen und unter der Erde gelegenen Räumen zu einem Training überreden könnten, zum Glück ist man heute in der Lage das alles etwas anders zu bewerkstelligen.
Im Gegensatz zu der damaligen Anlage geht man heute meist andere Wege, man verändert nicht den Luftdruck wie in der natürlichen Höhe, sondern verändert die Luftzusammensetzung. Dazu später noch mehr auf den wissenschaftlichen Unterpunkten.

Mittlerweile wurden diverse Möglichkeiten entwickelt um Sportlern ein Training unter künstlichen Höhenbedingungen zu ermöglichen, es gibt Masken und portable Geräte die man draußen beispieösweise beim Wandern/Laufen mitführen kann, Kompaktgeräte die man zu Hause mit einer Maske (Training z.B. auf Ergometer oder Laufband) oder einem Zelt (Training oder Ruhe/Schlafen) verwenden kann.

Natürlich hat auch die Industrie erkannt das mit solchen Geräten bei ambitionierten Ausdauersportlern gutes Geld zu machen ist, entsprechend werden hier diverse Geräte angeboten, manche Anbieter setzen hier auch auf eine Gerätemiete.

Auch hier wollen wir in den entsprechenden Unterpunkten auf die Vor- und Nachteile der Systeme eingehen, und natürlich auch auf die Kosten.