Rebekka Schuldes

Laufbahn & Persönliches

Wir freuen uns neben unserem Engagement im Radsport auch mal eine Triathletin unterstützen zu dürfen! Mit Rebekka haben wir eine Sportlerin gefunden die triathletisch gesehen noch im Aufbau und top motiviert ist, und genau da möchten wir sie unterstützen!

Mehr über Rebekka in ihren eigenen Worten:

Während meiner Schulzeit war ich aus heutiger Perspektive als Hobbyschwimmerin unterwegs. Der Sport stand hinter der Musik nur an dritter Stelle nach der Schule. Während dem Lehramtstudium habe ich dann völlig auf Training verzichtet und nur zum Spaß in der Uni in die verschiedenen Sportarten geschnuppert. Erst während des Referendariats 2008-2010 kam ich als „Ausgleich“ wieder zurück zum Schwimmen, wo ich ein bis zwei Mal wöchentlich mit den Studenten und Masters mittrainierte. Aufgrund privater Veränderungen, dem Ende des Refs und der Beamtenstelle in Gießen (Hessen) zog es mich nach Bad Nauheim, wo ich das erste Mal engeren Kontakt mit (damals in meinen Augen sportbesessenen, verrückten) Triathleten hatte. In einer Trainingsgruppe bestehend aus motivierten Wettkampfschwimmern aus dem Mastersbereich, einfach nur gerne schwimmenden Masters und einigen gut schwimmenden Triathleten, fand ich den Spaß am Schwimmen und am Trainieren wieder. Schnell wurden aus ein bis zwei Trainingseinheiten in der Woche plötzlich vier (zu unchristlichen Zeiten wie dienstags 21.15-22.15 oder samstags 7.15-09.00). Wer trainiert (auch wenn es eigentlich nur passiert weil es Spaß gemacht hat), der will auch zu Wettkämpfen. So fuhr ich 2012 auf meine ersten Deutschen Masters Meisterschaften nach Freiburg. Ziel: Eine Medaille (was ja schon irgendwie hoch gesteckt war) und endlich unter 29s auf 50 Freistil schwimmen. Ausbeute: Völlig überraschend schlug ich dann im ersten Rennen über 50 Freistil in 28,05s als 2. Schwimmerin meiner AK an. Medaille und 29s geknackt - alle Ziele erreicht. Einen Tag später standen 100 Rücken und 100 Freistil auf dem Plan. Während ich die Rücken nie besonders ernsthaft trainiert und damit meine Zeiten auch nie wirklich ernst genommen habe, war ich nur leicht erstaunt, als ich in einer aus meiner Sicht phänomenalen Zeit ebenfalls silber gewinnen konnte. Das Highlight kam aber einige Stunden später, als ich über 100 Freistil in 4Sekunden Bestzeit völlig überraschend zu Gold schwimmen konnte. Deutsche Mastersmeisterin!!!!
Die nächsten drei Jahre folgten weitere Titel und Medaillen sowohl auf der Kurzbahn als auch auf der Langbahn, bei Deutschen-, Europa-und Weltmeisterschaften der Masters.
In die ganze Schwimmeuphorie sähten dann die auf meiner Bahn schwimmenden Triathleten einen neuen Keim:
Als „Schwangerschaftsvertretung“ sollte ich eine Saison in der Regionalliga im Triathlon „als Backup“ für das DamenTriathlonTeam Wetterau starten. So saß ich im Februar 2015 dann das erste Mal auf einem Rennrad (nachdem ich fast 10 Jahre kein Rad mehr unter dem Körper hatte…) und war hin und weg. Beim ersten Triathlon im Mai 2015 stand dann fest: Ich werde Triathletin!
Mit ein bisschen Radfahren und ein bisschen Laufen kam ich dann recht schnell auf ein akzeptables Maß und ein gutes Mittelfeld in der Regionalliga. 2017, in meiner dritten Saison (mittlerweile als festes Mitglied beim Triathlon Wetterau und nicht mehr als Vertretung) konnte ich dann in Darmstadt beim Woogsprint das erste Mal als erste Frau Gesamt finishen und erlebte zum Abschluss der Saison ein wenig perfektes Rennen mit fast perfektem Ergebnis in Köln bei den Deutschen Meisterschaften im Sprint (Bronze AK30 Gold im Team). Aus der Saison ging ich mit dem Gedanken „ob du noch ein weiteres Jahr mit „einfach so Radfahren und einfach so mal Laufen gehen“ diese Fortschritte beibehalten kannst?“ Aber wie trainiert man denn auf dem Rad? Und dann noch Laufen? Und schwimmen will ich ja auch noch? Und hab ich überhaupt einen Plan? Ich bin doch Anfänger…
Kurz nach Weihnachten 2017 kam dann das unglaubliche Angebot von Carsten und seinem Team: Sie wollen mich unterstützen und mir helfen nicht mehr nur Rad zu fahren sondern tatsächlich effektiv zu trainieren. Parallel dazu kam dann die Bestätigung der DTU, dass ich 2018 zur Aquabike WM nach Dänemark fahren darf. Ab jetzt gibt es kein Halten mehr!!!! Motivation ist da im Überfluss - die Bedingungen sind super - ich bin gespannt was 2018 alles passieren wird und was das Training vom Carsten bei mir so anrichtet!!!